Was ist euer Favorit: Story oder Gameplay?

  • Hey zusammen,

    ich überlege gerade, was ein richtig gutes RPG Maker Spiel eigentlich ausmacht.

    Was ist euch wichtiger?

    Die Story – Eine packende Geschichte mit interessanten Charakteren, eine glaubwürdige Welt, emotionales Storytelling?

    Das Gameplay – Taktische Kämpfe, clevere Rätsel, gutes Balancing, innovative Mechaniken?

    Ich persönlich denke ja: Eine gute Story kann ein Spiel tragen, aber wenn das Gameplay langweilig ist, verliert man schnell die Lust.

    Aber jetzt bin ich neugierig auf eure Meinung!

    Was zieht euch mehr an, wenn ihr RPG Maker Spiele spielt?

    Vielleicht hilft das auch dem ein oder anderen, der gerade an einem eigenen Projekt werkelt – worauf sollte man mehr Wert legen?

    Gruß,

    BiteForce

  • Hallo BiteForce,


    für mich ist tatsächlich auch das Gameplay entscheidender.

    Natürlich ist eine gute Story auch wichtig und trägt zur generellen Atmosphäre eines Spiels bei (ich meine sind wir ehrlich: Niemand möchte ein Spiel lange spielen, bei dem gar nicht klar ist, worum es geht und wo man die Charaktere auch nicht versteht), aber gute Spielmechaniken sind meiner Ansicht nach eher das, was einen auch länger an ein Spiel bindet.


    Ich bin z.B. ein Fan von einem guten, ausgeklügelten Item- und Fähigkeitensystem. Ich möchte Erfolg verspüren, wenn ich einen guten Ausrüstungsgegenstand oder ein seltenes Artefakt finde :) Oder wenn ich die nötigen Zutaten für einen Zauber gegrindet habe, der mir das Gefühl gibt, meinen Charakter nach vorne zu pushen. Auch mag ich es sehr, wenn ein Spiel eine zusätzliche Ebene an Grind, bzw. "Wirtschaft" bietet. Was ich damit meine: Irgendeine Art von Funktion, wodurch ich durch meine Aktionen im Spiel Gold/Geld erwirtschaften kann (oder eine andere Ressource), die sich dann für diversen Fortschritt im Spiel nutzen lässt --> Z.B. eine Diebesgilde, die für mich arbeitet und mir Geld "erwirtschaftet", die ich wiederum durch Missionen o.ä. ausbauen und erweitern kann. So als zusätzliche Wirtschafts-Meta-Ebene.

    Das hat dann zwar vielleicht irgendwann schon eher einen Open-World-Charakter, da der Umfang schnell groß werden kann, aber mit sowas bekommt man mich :D


    Große, shiny Rätsel brauche ich eher weniger, aber da ist bestimmt jeder anders. Ich möchte einfach in gut ausbalancierten Kämpfen meine wertvollen Items und Ausrüstungsgegenstände richtig nutzen und nebenher ein System haben, was meine Charaktere voranbringt. Es darf auch gerne etwas grindig sein ;) Dabei muss aber auch nicht immer das Rad neu erfunden werden.

    Ich habe auch schon einige Projekte gesehen, die schon fast zu sehr auf Krampf versucht haben, etwas komplett Neues zu machen, was dann aber wiederum gar nicht funktioniert hat. Lieber auch mal an der einen oder anderen Stelle bei Altbewährtem bleiben. Das ist nicht verboten ;)

  • Hy

    Ich finde das Gameplay wichtiger als die Story.

    Das heist nicht das die Story egal ist, den ohne diese kannst du ein gameplay nehmen und die story weg lassen.

    Nur wenn ich 20 mal drücken mus bis das gerede aufhört dann benutze ich lieber Alt+F4. Ein gewisses Balancing sollte da schon sein.

    ich stehe immer wieder gerne mal vor einem Rätsel, das nicht gelöst werden muss um in der Geschichte weiter zu kommen, sondern etwas bringt.

    Sei es mal einen trank den man noch nicht so erwerben kann oder eine Waffe mit einem Boni oder ähnliches.


    Ich mag es auch wenn man viele verschiedene Fahigkeiten erlernen kann sich aber nicht einfach nur hoch Levelt sondern auch mal was dafür tun.

    ein gutes beispiel ist FFX wo man zwar das brett einfach nur füllen kann aber wenn man es maxemieren mag doch viele Stunden investieren muss.


    Und wenn eine Story gut ist freut man sich um so mehr aber ohne gameplay kann ich mir ein buch kaufen Sorry

  • Hmm, auf die Spieleindustrie insgesamt bezogen würde ich dem allgemeinen Konses hier zustimmen und sagen, eine schlechte Story kann durch spaßiges Gameplay kaschiert werden, schlechtes Gameplay nur schwer von einer noch so guten Story.

    Auf den RPG-Maker bezogen sieht das meiner Meinung nach allerdings ein bisschen anders aus: Das Gameplay ist hier ja häufig sehr ähnlich, mit rundenbasiertem Kampf, Rätseln, Erkundung usw.

    Wenn man da nicht bedeutend etwas an den standardmcheaniken verändert hat man nur die Story um herauszustechen. Ich habe zum Beispiel viele RPG-Maker-Spiele gespielt an deren Gameplay es eigentlich wenig auszusetzen gab. Aber wenn die Story mich nicht abholt, breche ich sie in der Regel sofort ab, weil es einfach zig andere RPG-Maker-Games mit sehr ähnlichem, ebenfalls soliden Gameplay gibt.


    Ich denke also, wenn man mit dem RPG-Maker arbeitet und tatsächlich ein RPG erstellt, muss man mehr wert auf die Story legen, als in vielen anderen Genres.


    Aber am Ende ist es sowieso immer die Mischung.

  • Hallöchen

    Also ich bin der Meinung das Gameplay wichtig ist, solange es einen Loop hat. Also Grinden, Equipment farmen oder Erfolge farmen oder so. Dann macht Gameplay mehr Sinn. Möchtest du eine Welt erschaffen und dich künstlerisch austoben, macht Story mehr Spaß.

  • Huhu ihr.


    Ich gehe stark mit Coucassi's Meinung mit.

    Vielleicht noch zusätzlich das es stark vom Genre abhängt was ich von einem Spiel erwarte.


    Wenn ich keine Story will spiele ich Battle Arena, Dungeon Crawler oder halt Platformer. Da erwarte ich dann auch wenig Text und bin genervt wenn alle 2 Sekunden 100 Textboxen kommen.


    Und wenn ich Story will geh ich in ein RPG.


    Also legt eigentlich das Genre fest was ich erwarte.


    Wirklich bevorzugen tue ich Keines da kommt's bei mir sehr auf die Laune an.

    Wobei ich schon einen guten Mix bevorzuge. Ähnlich den Kingdom Hearts oder Final Fantasy teilen.


    Der RPG Maker macht es dann auch noch ziemlich simpel in ein Genre zu gehen und dann das eine mehr oder weniger einzubringen. :)

  • Meiner bescheidenen Meinung nach ist eine Story wichtig, dürfte klar sein. Aber in mir stecken zwei "Seelen". Die eine ist eine Retro Seele, die alte Pixelgrafiken einfach nostalgisch findet und deshalb auch pixelige RPGs nicht ablehnt. Die andere Seite in mir mag halt moderne Storygames, in denen aber auch die Szene selbstständig läuft und man nicht viel klicken muss, ähnlich einem Film den man guckt. Spiele wie Beyond Two Souls, God of War: Ragnarök, Cyberpunk 2077, Resident Evil 8, also die großen Tripple A-Titel, das sind Spiele die ich gerne spiele und meinen Spaß daran habe. Games wie Suikoden 1 und 2, Assassins Creed: Origins, Blackwood Crossing, etc. sind dagegen meine Lieblinge, wenn es um Story geht. Da sind mir Handlung und Story doch weit wichtiger als die Gameplay Mechaniken. Ist aber nur meine Meinung. :)

  • Wenn die Story und das Gameplay gut sind, dann spiele ich das Spiel sehr gerne. Allerdings habe ich eine Priorität.


    Ich würde Coucassi zustimmen, aber noch etwas ergänzen. Das besondere an der Sotry ist, dass sich eine Story viel stärker unterscheiden lässt, als das Gameplay. Du kannst sozusagen unendlich viele Spiele mit einer guten Story spielen, aber nur wenige Spiele mit einem guten Gameplay, weil die Vielfalt im Gameplay begrenzter ist.


    Schau dir mal die Spieleindustrie an: Tekken 8, FF16, dann noch die ganzen CoD Teile und bald kommt das neue GTA raus. Bei diesen Spieleserien sind jeweils die Spielmechaniker immer ähnlich. Was die Spiele innerhalb der Serie stärker voneinander unterscheiden kann, ist die Story.


    Dagegen könnte man argumentieren, dass es ebenso viele Spiele mit innovativem Gameplay gibt. Ja, man hat im Gameplay auch viel Spielraum. Aus meiner subjektiven Sicht ist Qualität trotzdem mehr aus der Story herauszuholen als aus dem Gameplay, weil Gameplay Spaß macht, aber die Story eine tiefere Verbindung schafft.


    Ich liebe den RPG Maker genau deshalb: Die Spielmechanik ist zwar ähnlich, aber die Geschichte ist das, was das Spiel besonders macht.

  • Du kannst sozusagen unendlich viele Spiele mit einer guten Story spielen, aber nur wenige Spiele mit einem guten Gameplay, weil die Vielfalt im Gameplay begrenzter ist.

    Das ist ein ziemlich interessanter Gedanke, dem würde ich auch so zustimmen. Hat mich aber auch noch zu einer anderen Sache gebracht: Ich würde jetzt mal die Behauptung aufstellen Gameplay "hält sich" länger. Man würde wahrscheinlich sehr viel mehr Leute finden, denen schon bekanntes Gameplay beim Spielen weniger aufstößt, als eine schon bekannte Story. Eine Reihe mit immer dem gleichen Game Play, zum Bsp. Pokémon oder Call of Duty etc. hat wahrscheinlich mehr Erfolgsaussichten als eine Reihe, die immer die gleiche Geschichte erzählt (sowas gibt es meines Wissens auch kaum ...).

    Also ja, die Möglichkeiten Vielfalt zu schaffen sind bei der Story größer, aber auch notwendig. Man muss sich immer etwas ausdenken,w as es noch nicht gab. Beim Game Play sind die Möglichkeiten kleiner, aber da ist es ein weniger großes Problem, weil viele Leute gern zu alt Bekanntem zurückkehren.

    Ich denke genau das wünschen sich viele Leute auch bei ihren Lieblingsspielen: Wenn man etwas gespielt hat, was einem sowohl vom Game Play, als auch von der Story überzeugt hat, zum Beispiel ein Erfolgsspiel wie The Witcher, würde man viel eher ein Spiel haben wollen, dass das gleiche Gameplay hat und eine neue Geschichte erzählt, als die gleiche Story nochmal mit anderem Gameplay.

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